Wissensbereich

EU AI Act für Unternehmen: Wissen & Praxis

Risikoklassen, Kennzeichnung, Vorgehen und Pflichten – praxisnah erklärt für kleine und mittlere Unternehmen.

KI-Kompetenz bleibt eine Pflicht nach Art. 4

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag KI-Systeme nutzen oder betreiben. Welche Maßnahmen angemessen sind, richtet sich unter anderem nach Vorkenntnissen, Einsatzgebiet und Risiken. Ein bestimmtes individuelles Kompetenzniveau muss nach Art. 4 nicht garantiert werden.

Strukturierte Schulungen wie das FARRAGO Basis-Training können ein sinnvoller Bestandteil dieser Maßnahmen sein und helfen dabei, durchgeführte Qualifizierungsmaßnahmen zu dokumentieren.

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Häufige Fragen zum EU AI Act

Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist die erste umfassende KI-Regulierung der EU. Er legt Pflichten nach dem Risiko einer KI-Anwendung fest und gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten.

Ab wann gilt der EU AI Act?

Der EU AI Act gilt stufenweise. Verbote bestimmter KI-Praktiken und die Vorgaben zur KI-Kompetenz gelten seit dem 2. Februar 2025. Viele weitere Vorschriften gelten seit dem 2. August 2026. Für Hochrisiko-KI gelten aufgrund der Änderungen von Juli 2026 spätere Fristen: für Anhang-III-Systeme ab 2. Dezember 2027 und für produktbezogene Hochrisiko-KI nach Anhang I ab 2. August 2028.

Was müssen Unternehmen jetzt tun?

Unternehmen sollten zunächst erfassen, welche KI-Systeme sie einsetzen, ihre Rolle und den jeweiligen Anwendungsfall prüfen, mögliche Verbote, Hochrisiko-Einstufungen und Transparenzpflichten bewerten und angemessene Maßnahmen zur KI-Kompetenz und Governance umsetzen.

Gilt der EU AI Act auch für kleine Unternehmen?

Ja, unabhängig von der Größe. Für Kleinstunternehmen gibt es Erleichterungen, doch die Grundpflichten – allen voran die KI-Kompetenz – gelten für alle.

Stand: August 2026. Die Inhalte dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.